Für die Wenigsten gibt es nur einen "richtigen" Beruf, den
Traumberuf eben, der automatisch alle anderen ausschließt. Besser
ist es, von vorn herein Alternativen einzuplanen. Am besten
mindestens zwei: Einen Beruf, der es nach Möglichkeit werden soll, und
zwei, die man sich auch gut vorstellen kann. Damit vermeidet man
unnötigen Frust.
Möglichkeit 1: Ähnliche Berufe mit vergleichbaren Aufgaben.
Kraftfahrzeugmechatroniker, das ist die neue Berufsbezeichnung für
Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker, ist einer der typischen
Modeberufe. Dabei gibt es viele Berufe, die mindestens so interessant
sind. Wer Spaß an Fahrzeugen hat und sich für handwerkliche Arbeiten
begeistern kann, für Mechanik und Elektrik, der hätte auch als
Zweiradmechaniker in der Motorradtechnik oder ElektronikerIn in der
Luftfahrttechnik Freude. Oder in anderen Berufen, in denen Mechanik und
Elektrik eine Rolle spielen: Konstruktionsmechaniker, Mechatroniker und viele andere.
Möglichkeit 2: Andere Berufe im gleichen Umfeld
Sehr beliebt sind auch die Medienberufe. Wer in einem Tonstudio
oder bei einer TV-Produktion arbeiten möchte, muss mit vielen
Mitbewerbern rechnen. Wenn Sie sich aber nun gar nichts anderes
vorstellen können, sollten Sie zumindest kompromissbereit sein. Vielleicht
klappt es auf Anhieb nicht als Mediengestalterin Bild und Ton. Aber
vielleicht als Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder Film- und
Videoeditor, Veranstaltungskaufmann oder Kaufmann für audio-visuelle Medien.
Möglichkeit 3: Umwege in Kauf nehmen
Umwege können auch zum Ziel führen. Deshalb sollten Sie
Ausbildungsbetriebe in etwas weiter entfernten Orten oder gleich
einer ganz anderen Stadt nicht von vorn herein ausschließen (Azubis
können im Rahmen berufsbegleitender Hilfen finanziell unterstützt
werden, wenn sie während ihrer Ausbildung anderswo untergebracht
werden müssen; Infos hat die Agentur für Arbeit). Und auch zeitliche
Umwege können sinnvoll sein. Wartezeiten überbrücken kann man z.B. mit
Praktika. Dabei sammeln Sie Praxiserfahrungen, was bei späteren
Bewerbungen nutzen würde (und vielleicht finden Sie dabei ja doch
noch Ihren Ausbildungsplatz).
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